Zukunft für Kornburg – Ortsentwicklung, Starkregenschutz und Lebensqualität gemeinsam voranbringen
Seit vielen Jahren stehen wir in engem und vertrauensvollem Austausch mit dem Bürgerverein Kornburg und den Bürgern vor Ort. In zahlreichen Gesprächen werden dabei immer wieder konkrete Anliegen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Kornburg an uns herangetragen
Kornburg ist ein gewachsener und lebenswerter Stadtteil im Nürnberger Süden. Gleichzeitig bestehen seit Jahren verschiedene Anliegen, die für die weitere Entwicklung des Stadtteils von großer Bedeutung sind. Viele davon wurden bereits von der Bürgerschaft und insbesondere vom Bürgerverein Kornburg an die Stadt herangetragen.
Aus Sicht der CSU-Stadtratsfraktion ist es sinnvoll, diese Themen nicht isoliert voneinander zu betrachten. Gerade bei der Entwicklung der Kornburger Ortsmitte bestehen zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Aufenthaltsqualität, Verkehr, Parkraum, Begrünung, Straßenraumgestaltung und Starkregenvorsorge.
Für die Ortsmitte sollte deshalb eine langfristige Entwicklungsperspektive erarbeitet werden. Ziel muss nicht sein, sämtliche Maßnahmen kurzfristig umzusetzen. Angesichts der derzeitigen Haushaltslage erscheint vielmehr ein Gesamtkonzept sinnvoll, das mögliche Maßnahmen aufzeigt, priorisiert und eine schrittweise Realisierung ermöglicht.
Hierzu gehören insbesondere eine Aufwertung der Kornburger Hauptstraße durch zusätzliche Begrünung, eine gestalterische Verbesserung zentraler Bereiche und ein möglichst einheitliches Pflaster- und Gestaltungskonzept. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass eine funktionierende Ortsmitte auch erreichbare Geschäfte, Gastronomie und ausreichend Parkmöglichkeiten benötigt.
Ein besonderes Augenmerk sollte auf den historischen Bereich Am Schloßgraben gelegt werden. Eine gestalterische Aufwertung dieses für Kornburg prägenden Bereichs wäre wünschenswert. Ein neuer Belag muss dabei jedoch nicht nur gestalterischen Ansprüchen genügen, sondern auch für die tatsächliche Verkehrsbelastung einschließlich Pkw und Lkw geeignet sein.
Auch der Zustand der Flockenstraße und die Verkehrssituation in Kornburg Mitte sollten in eine Gesamtbetrachtung einbezogen werden. Einen weiteren Rückbau bestehender Busbuchten lehnen wir ab. Dieser hält den fließenden Verkehr aus unserer Sicht unnötig auf und führt zu zusätzlichen Belastungen im Ortskern.
Darüber hinaus wird aus dem Bürgerverein Kornburg der Wunsch nach einem Verkehrskonzept für Kornburg Mitte an uns herangetragen. Insbesondere der Lkw-Verkehr und der Einsatz von Gelenkbussen führen durch die damit verbundenen Lärmbelastungen bei den Anwohnern immer wieder zu erheblicher Kritik. Hier sollte geprüft werden, wie die Verkehrsführung so gestaltet werden kann, dass die Belastungen für die Anwohner reduziert und zugleich die Funktionsfähigkeit des Verkehrs sowie des öffentlichen Personennahverkehrs gewährleistet werden.
Von besonderer Bedeutung ist außerdem der Schutz Kornburgs vor Starkregen. Die Ereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Der für den 15. Oktober 2026 vorgesehene Vor-Ort-Termin mit dem Umweltamt ist deshalb ausdrücklich zu begrüßen. Neben kurzfristigen Maßnahmen sollte geprüft werden, wie Oberflächenwasser künftig gezielt zurückgehalten beziehungsweise kontrolliert abgeleitet werden kann. Dabei sollten insbesondere die Zuflüsse aus Richtung Schenkendorfstraße sowie geeignete Flächen für Rückhalte- oder Auffangmöglichkeiten untersucht werden.
Zur Lebensqualität eines Stadtteils gehören darüber hinaus Angebote für junge Menschen und Möglichkeiten für Bewegung und Begegnung. Sowohl ein Jugendtreff als auch ein Bewegungspark für Kornburg wurden bereits angeregt beziehungsweise beantragt. Hier sollte transparent dargestellt werden, wie der jeweilige Planungsstand ist, welche Voraussetzungen noch fehlen und welche nächsten Schritte notwendig sind.
Schließlich besteht insbesondere entlang stark frequentierter Spazier- und Gassiwege weiterhin Bedarf an zusätzlichen Abfallbehältern. Dabei geht es weniger um die Bereitstellung weiterer Hundekotbeutel als vielmehr um geeignete Möglichkeiten zu deren Entsorgung.
Wir stellen daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag: