Wohnmobil-Stellplätze in Nürnberg
Nürnberg ist eine touristisch hochattraktive Stadt, Übernachtungsrekorde wie Besucherzahlen auf den Veranstaltungen und Events bestätigen dies regelmäßig.
Seit der Corona-Pandemie haben Urlaube oder Städtereisen im Wohnmobil einen historischen Zuwachs in Deutschland erlebt. Die Zulassungszahlen für Reisemobile stiegen allein im Jahr 2020 um 41%. Dieser Trend ist bis heute ungebrochen, mit +36% im ersten Quartal 2026.
Auch für Reisemobil-Touristen ist Nürnberg grundsätzlich attraktiv, da es neben seinen Sehenswürdigkeiten mit seiner verkehrlichen Lage und hervorragenden Autobahnanbindung punkten kann.
Leider ist die Infrastruktur mit Wohnmobil-Stellplätzen in Nürnberg nur sehr unterentwickelt vorhanden. Es geht dabei nicht um klassische Camping-Plätze mit Parzellen, Grünflächen, Gastronomie etc., sondern um reine Stellplätze für in der Regel wenige Nächte, die jedoch über eine Grundausstattung an Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten verfügen müssen (Strom- und Wasserversorgung, Toiletten- und Grauwasserentsorgung).
Der Stellplatz am Volkspark Marienberg verfügt zwar über ein WC und ist kostenlos, bietet aber keinerlei Ver- oder Entsorgungsmöglichkeiten. Der kleine Stellplatz an der Münchner Straße ist gänzlich ohne Infrastruktur und bietet im Prinzip nur eine Parkmöglichkeit. Zudem werden oft die meisten Plätze von PKW in Beschlag genommen.
Viele Städte in Deutschland haben in den letzten Jahren z.T. Top-ausgestattete Stellplätze errichtet, die mit Automaten oder Online-Buchungs- und Zahlungsmöglichkeiten ausgerüstet sind. Selbst kleine Gemeinden in attraktiven Erholungsgebieten bieten für Reisemobil-Touristen z.T. deutlich besser ausgestattete Angebote als Nürnberg. Dabei kommt es in der Regel nicht auf Kostenfreiheit an, Wohnmobil-Reisende verfügen über eine hohe Kaufkraft und geben Untersuchungen zur Folge pro Urlaubstag oft 80 bis 190 Euro aus.
Zudem verhindert eine gute Infrastruktur für Camper das wilde Übernachten am Straßenrand in den Wohngebieten oder auf Parkplätzen.
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag: