Stadionprojekt erfolgreich realisieren
Die Geschichte der Entwicklung und der Neuausrichtung des Max-Morlock-Stadions ist bereits eine längere und vielschichtige. Es geht dabei nicht nur um die Sanierung oder den Neubau, sondern auch um Gesellschaftsstrukturen, Zuschüsse und den Betrieb.
So hat die CSU-Fraktion bereits 2014 – als der damalige Betreibervertrag ausgelaufen ist – darauf hingearbeitet, dass der Betrieb nicht dauerhaft in der Hand der Stadt Nürnberg sein soll. Auch die Überlegungen zu einer Generalsanierung des Stadions inklusive einer attraktiven Mantelnutzung beschäftigen Teile der Rathaus-CSU bereits seit Ende 2020.
Mit der Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Juli 2023 wurden verschiedene Perspektiven aufgemacht, die jedoch auch zahlreiche Fragen aufwarfen. So beschäftigt sich die Machbarkeitsstudie auch sehr intensiv mit der sportlichen Nutzung des Umfeldes des Stadions. Um das Gesamtprojekt nicht durch die zusätzliche Komplexität in Schwierigkeiten zu bringen, haben wir die Projekte voneinander getrennt. Für die Sportinfrastruktur im Umfeld konnten seitdem wichtige Teilschritte weiterentwickelt werden.
Im Juni 2024 wurde im Stadtrat ein neues Gutachten zur Einnahmen- und Kostensituation eingebracht. Darin und in Folge bis Ende 2024 verglich die Verwaltung immer noch die Erlöse des Stadions mit dessen Kosten, obwohl zur Deckung der Hauptkostenträger für den Eigentümer (Zins/Tilgung/Instandhaltung) eben nur Miet- und Pachteinnahmen herangezogen werden können. Mit diesen Berechnungsgrundlagen hätte der Club zwischenzeitlich ca. 17 Mio. € Miete pro Jahr zahlen sollen, was ca. dem 2,5-fachen von dem entspricht, was der meistzahlendste Erstligist in Deutschland aktuell bezahlt.
Auch bei anderen Themen, wie der Stellung des Eigenkapitals des FCN, einer möglichen Bebauung des Valznerweiher-Geländes oder nicht zuletzt der Unterstützung des Freistaats blieben Fragen und unterschiedliche Informationsstände zwischen den Beteiligten lange ungeklärt.
Mit der Art und Weise des nun jüngst öffentlich gemachten Vorschlags für ein Interim-Stadion setzt sich die Serie unglücklicher Informationspolitik fort. Diese Diskussion zu einem Zeitpunkt öffentlich zu führen, zu dem noch gar nicht klar ist, ob und welchen Beitrag eine solche Maßnahme zur Kostenreduzierung beitragen würde, halten wir für unprofessionell. Auch die Standortdiskussion „Zeppelinfeld“ halten wir für falsch.
Der Standort ist nicht nur aufgrund der Aspekte der Erinnerungskultur nicht vertretbar. Auch der Wegfall der Veranstaltungen Rock im Park oder des traditionellen Norisring-Rennens wären schwere Verluste für unsere Stadt.
Um das Stadionprojekt weiter konstruktiv begleiten und eine erfolgreiche Realisierung zu sichern, müssen aus Sicht der CSU-Stadtratsfraktion einige Fragen geklärt werden, die im Laufe des Prozesses bisher unbeantwortet geblieben sind bzw. durch aktuelle Entwicklungen neu aufgeworfen wurden.
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag: