Neustrukturierung der städtischen Förderrichtlinien für den Bereich Kultur
Die Stadt Nürnberg steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Die anhaltend prekäre Haushaltslage zwingt dazu, Konsolidierungsmaßnahmen in allen öffentlichen Bereichen vorzunehmen – davon kann auch die Kulturlandschaft nicht gänzlich ausgenommen werden.
Gleichzeitig bleibt Kultur das Herzstück urbaner Lebensqualität, sozialer Kohäsion und wirtschaftlicher Attraktivität. Als sogenannte freiwillige Aufgabe ist sie keine Verhandlungsmasse, sondern eine essenzielle Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Um in Zeiten knapper Mittel sowohl Akzeptanz als auch finanzielle Verlässlichkeit zu gewährleisten, müssen die städtischen Förderrichtlinien neu strukturiert und transparenter gestaltet werden.
Ein Blick auf bewährte Förderpraxen anderer Kommunen sowie von Bund und Land zeigt transparente, objektive Bewertungskriterien:
- München (Stadtteilkultur): Nutzt klare quantitative und qualitative Zielvorgaben wie Reichweite, Diversität, Barrierefreiheit sowie messbare gesellschaftliche Teilhabe als Bemessungsgrundlage für Zuwendungen.
- Kulturfonds Bayern & Bund: Bindet Projektförderungen an verbindliche Quoten für Chancengleichheit, Nachweis von Eigenmitteln/Drittmitteln sowie Kriterien der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit.
- Leipzig / Berlin: Verknüpft Fördersummen mit fest definierten Zielvereinbarungen und Mindeststandards bei Honoraruntergrenzen zur Absicherung von Kulturschaffenden.
Nürnberg benötigt ein ebenso übersichtliches, nachvollziehbares und zukunftssicheres Fördersystem, das Planungssicherheit schafft und städtische Mittel effizient einsetzt.
Wir stellen daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag: