Errichtung eines Quartiersparkhauses im neuen Stadtteil Lichtenreuth
Der neue Stadtteil Lichtenreuth steht für eine moderne und zukunftsorientierte Stadtentwicklung sowie für ein neuartiges Mobilitätskonzept. Gleichzeitig ist aufgrund der geplanten Parkplatzquote bereits heute absehbar, dass mit dem weiteren Ausbau des Quartiers, der Technischen Universität sowie den geplanten Wohn- und Gewerbeflächen der Bedarf an geordneten Parkmöglichkeiten steigen wird. Das Mobilitätskonzept sieht bewusst eine Reduzierung des ruhenden Verkehrs im öffentlichen Straßenraum vor und setzt auf eine autoarme Quartiersentwicklung.
Mehrere Anwohner des angrenzenden Stadtteils am Hasenbuck (Nerzstraße, Ingolstädter Straße) schildern uns bereits heute ein deutlich höheres Verkehrs- und Parkaufkommen in deren Straßen. Die Sorge besteht, dass der Parkplatzmangel im neuen Viertel mit weiterem Baufortschritt weiter zunehmen wird und die Situation sich in Hasenbuck noch weiter verschlechtert. Ähnliches kann man bereits heute in anderen Stadtteilen beobachten, z.B. im Schönlebenpark mit der Bertolt-Brecht-Schule ohne eine eigene Tiefgarage.
Damit das geplante Mobilitätskonzept erfolgreich umgesetzt werden kann, ist eine leistungsfähige und bedarfsgerechte Bündelung des ruhenden Verkehrs erforderlich. Ein möglichst zentral gelegenes Quartiersparkhaus kann dazu beitragen, den öffentlichen Raum von parkenden Fahrzeugen freizuhalten, den Parksuchverkehr zu reduzieren, „Falschparker“ zu vermeiden und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer zu gewinnen. Des Weiteren kann man damit die Aufenthaltsqualität erhöhen und gleichzeitig den berechtigten Mobilitätsbedürfnissen von Anwohnern, Besuchern, Gewerbetreibenden sowie Beschäftigten gerecht werden.
Im neuen Viertel werden auch Supermärkte und Nahversorger entstehen, die ihre eigenen Parkflächen haben werden. Außerhalb der Öffnungszeiten könnten ggf. auch diese Parkmöglichkeiten als Option in Betracht gezogen werden, um die zukünftige Parksituation zu entspannen.
Ein modernes Quartiersparkhaus ist weit mehr als eine reine Garagenanlage. Es kann als Mobilitätshub auch Carsharing-Dienste, Ladeinfrastruktur, Fahrradparkmöglichkeiten und weitere Mobilitätsangebote miteinander verknüpfen und damit einen wichtigen Grundstein der nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilitätsstrategie Lichtenreuths bilden.
Mit einer frühzeitigen Prüfung und Integration eines Quartiersparkhauses in das Mobilitätskonzept schafft die Stadt die Grundlage, um die Anforderungen eines der bedeutendsten Projekte der Nürnberger Stadtentwicklung vorausschauend zu gestalten.
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag: