Einrichtung eines Weinbergs in der Altstadt
Unterhalb der Nürnberger Kaiserburg war in historischer Zeit bereits ein Weinberg angelegt worden, der durch die südexponierte Hanglage Weinbau in der mittelalterlichen Stadt ermöglicht hatte. Seit einigen Jahren betreibt ein Privatmann bereits erfolgreich oberhalb des Pilatushauses wieder den Anbau von Weinreben auf einem sehr kleinen Grundstück in einem gut geschützten, privaten Bereich.
Die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg (NHG) möchte nun in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Nürnberger Winzer aus dem Ortsteil Buch, der auch im Knoblauchsland und in Mainfranken mehrere Weinberge betreibt, begleitend zur Urbanen Gartenschau am Ölberg unterhalb der Kaiserburg wieder einen Weinberg installieren und dort Wein nach ökologischen Gesichtspunkten anbauen.
Der Weinberg soll zur Urbanen Gartenschau fertiggestellt sein und dann als zusätzliche Attraktion für die Gäste der Landesgartenschau in der Altstadt dienen. Die Landesgartenschau unterstützt die Einrichtung eines Weinbergs an dieser Stelle ausdrücklich. Der Weinberg soll aber auch nach der Landesgartenschau erhalten bleiben und weiterbetrieben werden.
Der Weinberg sollte bereits im Jahr 2026 angelegt werden, damit dann zur Landesgartenschau auch Führungen und Informationsveranstaltungen durchgeführt werden können. Die Anlage kann durch die Entsiegelung das Kleinklima in der Altstadt verbessern, für Einheimische und Touristen ein Anziehungspunkt werden und auch aus naturschutzfachlicher Sicht interessant sein, da am Ölberg in den nicht zugänglichen Bereichen oberhalb der Sandsteinmauer bereits mit der Osterluzei eine seltene Weinbergspflanze vorkommt, die im neuen Weinberg weiteren Lebensraum finden kann.
Die Flächen unterhalb der Kaiserburg sind im städtischen Besitz und werden zurzeit als PKW-Parkplätze genutzt, sie sind mit Kopfsteinpflaster befestigt. Für die Anlage des Weinberges wird eine Fläche von etwa 200 m² benötigt, die entsiegelt werden muss und dann ein geeigneter Boden aufzubringen ist. Diese Arbeiten sollten durch die Stadt übernommen werden.
Für die Anlage und den Unterhalt des Weinbergs entstehen der Stadt keine weiteren Kosten.
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag: