Dringende Notwendigkeit der Verbesserung der Verkehrssicherheit im Schönlebenpark

In eng bebauten Wohngebieten mit viel Verkehr leidet oft die Sicherheit der dort lebenden Menschen und insbesondere die Sicherheit von Kindern. Es gibt dabei zahlreiche Möglichkeiten den Verkehr in solchen Gebieten zu beruhigen und eine schnelle Abhilfe zu schaffen, z.B. durch Hinweise auf spielende Kinder, durch große Piktogramme auf dem Boden, farbliche Fahrbahnmarkierungen im verkehrsberuhigten Bereich oder durch geeignete (Pflanz-)Hindernisse, die Autofahrer zum langsameren Fahren bewegen.

Der Schönlebenpark in Nürnberg-Langwasser ist als neues Viertel bereits fast fertiggestellt und es werden aktuell die letzten Wohnabschnitte durch die wbg geplant und gebaut. Durch die dichte Besiedlung hat sich dort ein sehr starkes Verkehrsaufkommen ergeben und die derzeitige Straßenführung lädt zu höheren Geschwindigkeiten ein. Sowohl in der 30er Zone als auch im verkehrsberuhigten Bereich wird die vorhandene Begrenzung von den wenigsten Autofahrern eingehalten.

Neben den Anwohnern halten sich insbesondere auch Kurierfahrer, Handwerksfirmen und andere Dienstleister aufgrund des Termindrucks nicht an die Regeln und verursachen tagtäglich eine hohe Anzahl an gefährlichen Situationen, die die Sicherheit im Viertel stark beeinflussen. Viele Schulkinder nutzen die Straßen des Viertels, um zum Unterricht in die die Bertolt-Brecht-Schule zu gehen und sind ebenfalls der gefährlichen Verkehrslage ausgesetzt. Bei dieser Schilderung ist der aktuell hohe Bauverkehr noch nicht einmal berücksichtigt.

Die Straßenführung in der Geraden der Ursula-Wolfring-Straße lädt dazu ein, mit 30 km/h und mehr weiter in den verkehrsberuhigten Bereich zu fahren. In diesem können Anwohner aus ihrem Garten direkt auf die Straße kommen, da hier ein Gehweg für Fußgänger nicht vorhanden ist.

Im Elisabeth-Nägelsbach-Weg ist die aktuelle Situation noch bedrohlicher. Hier spielen regelmäßig Kinder in der Spielstraße. Die Beschilderung ist aufgrund der engen Straßenführung ebenfalls nicht gut sichtbar, so dass die Spielstraße regelmäßig übersehen wird und es hier zu sehr gefährlichen Situationen mit spielenden Kindern kommt. Die aktuelle Sperrung durch die Baustelle in der Leonhard-Heiden-Straße hat diese Spielstraße zu einer Durchfahrtsstraße zu den Anwesen der „Waldhöfe“ gemacht und die Lage noch weiter verschärft.

Die Anwohnerschaft hat in den letzten Jahren über mehrere Kanäle mehrfach auf die gefährliche und unzufriedenstellende Verkehrssituation hingewiesen. Provisorisch wurden eigene Maßnahmen mit Beschilderung und Hindernissen unternommen, die (verständlicherweise) von der Stadt entfernt wurden. Wir haben uns die Situation vor Ort mehrfach angesehen und viele der geschilderten Situationen direkt erleben können.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Die Verwaltung prüft die Möglichkeit einer sehr zeitnahen Markierung mit Spielstraßen-Bodenpiktogrammen an den Einfahrten in die verkehrsberuhigten Bereiche (Elisabeth-Nägelsbach-Weg und Ursula-Wolfring-Straße).
  • Die Verwaltung prüft die Möglichkeit einer sehr zeitnahen Markierung mit Spielstraßen-Bodenpiktogrammen an den Einfahrten in die verkehrsberuhigten Bereiche (Elisabeth-Nägelsbach-Weg und Ursula-Wolfring-Straße).
  • Die Verwaltung prüft die Möglichkeit zum Aufstellen von Hindernissen und Geschwindigkeitstafeln sowie weitere Optionen, um Autofahrer zum langsameren Fahren zu bewegen.
  • Die Verwaltung prüft die Möglichkeit der Anbringung von Hinweisschildern, die Autofahrer auf die Querung der Straße durch (Schul-)Kinder sensibilisiert.

Details

Datum:
20. Juli 2026

Antragsteller:

Prof. Dr. Djanatliev

Bearbeitungsstatus

offen

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